VERMESSUNG AUS DER LUFT

Die Vermessung aus der Luft ist ein Spezialbereich der Photogrammetrie oder auch Bildmessung genannt. In dieser Messmethode und den Auswerteverfahren der Fernerkundung geht es darum, aus Fotografien und genauen Messbildern eines Objektes seine räumliche Lage oder dreidimensionale Form zu bestimmen. Im Regelfall werden die Bilder mit speziellen Messkameras aufgenommen.

Die zwei Methoden

  • Photogrammetrie – für die 3D-Vermessung künstlicher und natürlicher Objekte werden Luftbilder genutzt, ebenso für die Erstellung von Orthophotos.
  • Laser-Scanning – Gelände- und Oberflächenmodelle können detailgetreu dargestellt werden, da sich die vom Scanner erfassten Punktwolken eindeutig klassifizieren lassen.

Mit diesen beiden Verfahren lassen sich große Gebiete bis ins Zentimeter-Detail in hoher Auflösung aufnehmen.


Trägerplattformen

  • Drohnen-Technologie

Um Bilddaten von Flächen zu erheben, bietet die drohnengestützte Vermessung eine ideale Möglichkeit bzw. günstige Alternative zur bemannten Befliegung oder zu Satellitenaufnahmen.
Mittels spezieller Sensoren und/oder Laserentfernungsmessgeräte (Airborne Laserscanning) können Aufnahmen mit sehr hoher Detaillierungsgenauigkeit im Zentimeterbereich oder darunter (z.B. exakte Vermessung von Objekten oder Geländehöhen) erhoben werden.

  • Aufnahmen aus Flugzeug oder Helikopter

Die Befliegung mit Flugzeug oder Helikopter wird je nach Anforderung z.B. für die Erstellung von Luftbildkarten bei Google-Maps oder Bing-Maps bzw. für Vegetationsadaptierungen je nach Blüte- und Erntezeit eingesetzt. Die Bodenauflösung der Bilder beträgt ca. 3cm.

  • Satelliten-Methode

Mittels Spezialkameras auf Satelliten können Luftbilder mit verschiedenen Farbkanälen bis ca. 50cm Bodenauflösung für verschiedenste Zwecke aufgenommen und verarbeitet werden.


Sensoren

Unabhängig von den Trägerplattformen kommen verschiedene Sensoren zum Einsatz, wie z.B. RLB-, Infrarot- oder Thermalkameras, jedenfalls jedoch immer GNSS Reciever zur Positionsbestimmung.


Die Auswertung

Nach einer geodätischen Paßpunktmessung entsteht die „Luftbildkarte“ aus einer Vielzahl der aufgenommenen Bilder mittels digitaler photogrammetrischer Auswertung. Die digitale Auswertung wird manuell durchgeführt, um Datensätze (CAD oder GIS) für den Leitungskataster oder als Planungsgrundlage zu erhalten. Unsere eingesetzte Software unterscheidet zwischen Gebäuden, unterschiedlich hoher Vegetation und Boden. Zusätzlich wird unterschieden zwischen Leitungen, Tiefpunkten wie Lichtschächten, Mauern, Gewässern und Brücken. Aus dem gewonnenen Datenmaterial können sogar komplexe 3D Modelle für Visualisierungen oder Massenberechnungen erstellt werden.


Gerne informieren wir Sie ausführlich, daher rufen Sie uns am besten an oder füllen das Anfrageformular aus.

Vermessungsbüro ADP Rinner in Graz für Luftbilder zur Vermessung in der Steiermark und Kärnten

Projekte im Überblick

Weitere Projekte